
Eine lange Geschichte von ausländischen Vorherrschaften, Kriegen, Aufständen, Unterdrückungen, jedoch auch Wiege der Zivilisation, der Kunst, Literatur, einmal am Höhepunkt seines Glanzes, dann wieder durch die Tyrannei und der Gewalt der Menschen unterdrückt.
Das Land wurde schon im III Jahrhundert v.Chr. von Völker die einen illyrischer Abstammung waren bewohnt, danach wurden sie „Japigi“ von den Griechen genannt, die erste wirkliche Kolonie begann mit den ägäischem Volk zwischen dem XIX und XVI Jahrhundert v.Chr. und, vor allem, von den Mykenern zwischen dem XV-VII Jahrhundert.
Trotz der eisernen Resistenz der „Japagi“ gegen die Überlegenen hellenischen Zivilisation, zwischen dem V und IV Jahrhundert wurde
Taranto die wichtigste und stärkste Stadt von Apulien und des ganzen
Magna Graecia.
Jedoch im Jahr 304 v. Chr., am Ende des zweiten sanniter Krieg, waren die Römer in Apulien eingetroffen: Taranto musste abtreten und wurde im Jahr 272 v.Chr. römisch.
Ganz Apulien wurde erobert, und Rom verwirklichte das Werk der Kultur- und Zivilisationsvereinigung von verschiedenen Völkern, welches die Griechen nicht geschafft hatten.
Das war das Glück von
Brindisi, welches mit Rom durch die Via Appia verbunden wurde und somit Stadtverwaltung und Haupthafen des Landes wurde.
Das war der Beginn der lateinischen Literatur, mit dem talentierten Annalistenschreiber Quinto Ennio und dem Autor aus Brindisi Marco Pacuvio; Apulien wurde somit eine Verbindungsbrücke mit dem Osten, seinem Handel mit Epiro, Mazedonien, Griechenland Syrien, Ägypten; die römischen Strassen wurden im ganzen Land durchzogen, wie die Appia (nach Venosa und Taranto bis nach Brindisi) oder die Traiana (von Benevento per Troia, Canosa, Ruvo, Bitonto, Bari).
Ab dem III Jahrhundert verbreitete sich das
Christentum; man ordnet das Erscheinen des Erzengels Michael am Garganoberg in das V Jahrhundert ein, dort wo eine Wallfahrtskirche entstand (heute Sant´Angelo Berg) welches bald Ziel vieler Pilger wurde.
Der Fall des römischen Reiches im Westen (476) zeigte das Ende der zivilisierten Ordnung, der Institutionen und des Handels und der byzantinisch-gotische Krieg (535-553) brachte die dunkelste Zeit des apulischen Mittelalters. Apulien blieb Treff- und Konfliktpunkt von zwei Welten, der römisch-germanische Westen und der byzantinische Osten, ein vermischtes Land mit verschiedenen kulturellen, artistischen, religiösen Erfahrungen, zwischen Klerus mit lateinischem Ritual, beschützt vom römischen Pontifex und der Klerus mit griechischem Ritual, welcher von Bisanzio beschützt wurde.
In der ersten Hälfte des XI Jahrhunderts verstärkten sich in Apulien die Aufstände gegen die byzantinische Vorherrschaft: zuerst der sarazenische Versuch, danach die Aufstände von Melo, ein reicher Bürger aus Bari und Vertreter der langobardischen Aristokratie und der Handelsschicht; er warb auch die normannischen Pilger an, die dann Erfolg nach Erfolg, von Söldnern zu Eroberer wurden.
Bari machte im Jahr 1068 einen Aufstand, und wurde definitiv von Roberto im Jahr 1071 erobert; danach stürzte Brindisi und das Land kam unter normannische Vorherrschaft.
Apulien konnte sein Glück im Handels, der Kultur und der Kunst finden: mit Friedrich II begann Apulien, in der ersten Hälfte des XIII Jahrhunderts, seine glänzendste Zeit seiner Geschichte.
Mit seinem Tod (1250) kam Apulien unter der
Anjou: das war der Beginn einer langen Dekadenz und der feudale Adel begann seine Untertanen zu quälen.
Und dann der Überfall der Türken, der Krieg zwischen den Franzosen und den Spaniern (bekannt ist die “Herausforderung von Barletta” im Jahr 1503), die spanische Vorherrschaft des neapolitanischen Reiches, bis zur Vereinigung von Italien im Jahr 1861.
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